Hummelalltag

Nun ist die Hummel schon fast 12 Wochen alt und lebt seit über zwei Monaten bei uns. Da wird es langsam Zeit für ein Familien-Update:

Ich weiß erlich gesagt garnicht, wo ich mit diesem Beitrag beginnen soll. Es ist so viel passiert, aber irgendwie fühlt es sich (inzwischen) alles so normal an, dass ich es garnicht so richtig berichtenswert finde. Vielleicht ist das auch der Grund, warum zu dem Thema so lange Funkstille war.

Heute waren wir bei der U4. Die Hummel ist komplett zeitgerecht entwickelt, alle Untersuchungen ohne Befund. Außerdem hat sie* ihre zweite Rotavieren-Schluckimpfung, die 6fach-Impfung (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und HiB) und die Pneumokokken-Impfung bekommen. Dazu kommt, dass unser Hummelchen die letzten drei Tage sehr unruhig und weinerlich war. Vielleicht der dritte Schub, wenn mensch an diese Theorie glauben möchte. Bis jetzt sind wir aber zum Glück ohne Fieber oder andere Nebenwirkungen der Impfungen ausgekommen. Dafür hat sie recht viel geschlafen. Hoffentlich hat sie jetzt nicht für die Nacht vorgeschlafen und wir haben heute nicht nochmal einen solchen Einschlafkampf wie gestern…

Seit einer Woche gehe ich außerdem wieder arbeiten. Ich muss sagen, dass es besser klappt als gedacht. Ich bin in meinem Job sehr flexibel und fange meist erst gegen 9:00 Uhr an, weshalb wir morgens etwas mehr Zeit zur Verfügung haben. Die Hummel wacht nachts ziemlich zuverlässig zweimal (einmal gegen 2:00 Uhr und einmal gegen 6:00 Uhr) auf. Manchmal verschläft sie sogar die 2:00-Uhr-Flasche. Unsere Müdigkeit hält sich demnach wirklich in Grenzen. Mir ist allerdings auch bewusst, wie priveligiert unsere Situation ist. Wir sind zu zweit, müssen nicht so ganz früh raus und die Hummel schläft oft vier Stunden und länger am Stück.

Dennoch bin ich froh diesen Monat genommen zu haben. Wir haben die Zeit gut genutzt für Ausflüge, Besuche bei der Familie und zur Erledigung vieler Termine. Leider ist die Zeit viel zu schnell vorbei gegangen, aber das ist ja vermutlich immer so. Im nächsten Sommer werde ich wohl noch einen zweiten Elternzeitmonat nehmen. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Inzwischen kann ich mich wieder auf andere Themen einlassen und so fiel mir der Arbeitseinstieg leichter als gedacht. Auch an meiner Dissertation arbeite ich seit einiger Zeit wider sehr viel regelmäßiger als im ganzen letzten Jahr. Da merke ich schon deutlich, wie die Anspannung, die mich während der Kinderwunschbehandlung ständig begleitete, abgefallen ist.

Ich ertappt mich oft dabei, wie ich unsere Hummel angucke und immernoch nicht glauben kann, dass sie hier ist, dass wir ihre Eltern sind und wie viel in den letzten Wochen passiert ist. Sie ist inzwischen so viel wach, lacht uns schon am Morgen an, liebt ihren Spielebogen, guckt mit großen Augen unseren Katzen hinterher und greift sogar seit zwei Tagen immer wieder gezielt nach ihrem Spielball, um ihn anschließend mit der Zunge zu erkunden.

Ihre Schreiphasen haben gewaltig nachgelassen, wobei sie nicht ganz aufgehört haben. Ab und zu fängt sie fast aus dem nichts an zu brüllen und kann dann kaum beruhigt werden. Vermutlich hat sie in diesen Momenten Bauchschmerzen. Wir gehen allerdings davon aus, dass sich alles noch im normalen Rahmen bewegt, eben auch weil es nachgelassen hat.

Grundsätzlich ist die Hummel unser Meinung nach ein sehr ausgeglichenes Kind. Mir fällt spontan auch noch keine Situation ein, in welcher wir wegen ihr etwas nicht tun konnten, worauf wir Lust hatten. Erst am Wochenende waren wir mehrere Stunden unterwegs mit unserer Hummel in der Trage. So lange mensch sich bewegt ist sie glücklich, stehenbleiben ist aber nicht drin. Da wird gemeckert. Auch Baden tut sie ganz gerne. Noch toller ist allerdings die Zeit, nach dem Baden, in der sie sich nackig von einem Elektroheizer anpusten lassen darf.

Wie ihr an meinen anderen Beiträgen bemerken könnt, hat mein Hobby durch unsere Tochter* auch nochmal eine ganz neue Facette bekommen. Es macht mir gerade unheimlich viel Spaß Kleidung für sie zu nähen. Da muss ich leider auch das ein oder andere mal aufpassen, dass ich darüber nicht vollkommen die Zeit vergesse. Das Hannibaellchen war leider auch schon das ein oder andere Mal ein bisschen böse, wenn ich sie zu lange mit der Hummel alleine ließ.

Ich werde nun versuchen häufiger Updates zu geben, schließlich würde ich auch gerne für und ein bisschen dokumentieren wollen. Hoffentlich gelingt mir das auch.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend. Die Hummel ist leider noch immer wach und so werde ich mich nun wieder mit ihr beschäftigen!

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