Staaaaaaauuuuuuub!

Hallo zusammen, hier mal wieder ein kleines Update nach dem letzten traurigen Eintrag. Noelana und ich waren nämlich tatsächlich nicht untätig.

Wir haben uns wieder berappelt und beschlossen, es nun sein zu lassen. Die vielen Behandlungen, Termine und Hormone der Kinderwunschgeschichte gehen einfach zu sehr an die Substanz, sowohl körperlich als auch psychisch (vom Geldbeutelaspekt mal ganz zu schweigen…).

Was ist also die Konsequenz? Ganz klar, das Hummelchen wird ein Pflege-Hummelchen.

Die Unterlagen dazu hatten wir ja schon lange und nun ging es ans fertig machen. Das heißt: Aktuelle Führungszeugnisse beantragen, Lohnabrechnungen kopieren, nochmal alle ausgefüllten Fragebögen und Lebensläufe durchlesen und dann alles eintüten und zur Pflegekindstelle tragen. Nächster Halt danach: Hausbesuch.

Tja, und was soll ich sagen, wenn Noelana sich was in den Kopf setzt, dann können auch Termine auf die man andernorts vier Wochen wartet, recht schnell gehen… Denn ob ihrs glaubt oder nicht: Besagter Hausbesuch hat tatsächlich gestern bereits stattgefunden.

Offen gestanden waren wir beide selbst überrascht davon, wie schnell die gute Frau* vom Pflegekinderdienst Termine für uns hatte. Ihr erster Vorschlag wäre sogar bereits Ende der letzten Woche gewesen. Da wir aber ab Freitag noch Festivaltickets hatten, war das eher ungünstig. Also ist es Mittwoch geworden.

Das bedeutete für uns in der letzten Woche vor allem eines: Hardcore-Power-Putzen.

Nicht, weil unsere Wohnung sonst zu dreckig gewesen wäre. Es herrscht dort bereits seit (für mich) erstaunlich langer Zeit ein sehr adäquates Sauberkeitslevel. Wir hätten die gute Dame* auch so reinlassen können.  Aber wer bei der Aussicht auf einen solchen Termin nicht in einen Panik-Putzfimmel verfällt, der/die/* darf gerne hier in den Kommentaren die Hand heben und ich schick ihm/ihr/* einen Keks!

Also haben wir sauber gemacht. Jeden Tag einen Raum. Und meine Fresse, war das eine Aktion. Wir haben Orte in unserer eigenen Wohnung gefunden, von denen wir keine Ahnung hatten, dass sie existieren und an diesen Orten waren Dinge, von denen wir nicht mal wussten, was sie sein sollten, geschweige denn, warum wir sie besitzen. Am Dienstag Abend kam ich mir vor, wie ein Kriegsveteran und hätte wohl lediglich mit einem müden Schulterzucken reagiert, wenn der große Cthulhu persönlich neben mir aus dem Badewannenabfluss geklettert wäre (na gut, jetzt übertreibe ich. Ein klein wenig…).

Dafür ist die Bude jetzt so porentief rein wie noch nie zuvor. Und es hat die Panik gut verdrängt.

Allerdings war es auch völlig unnötig. Mehr als einen kurzen Blick in alle Räume gab es nämlich am Hausbesuchstag eh nicht. Es wurde mit den Katzen gesprochen, Noelanas Nähecke bewundert und die Garnelen im Nano-Aquarium gezählt. Dann saßen wir den Rest des Besuchs um den Esstisch und beantworteten noch ein paar weitere Nachfragen dazu, was für ein Kind wir uns genau vorstellen könnten.  Nicht mal auf unsere so sorgsam verfassten Lebensberichte wurde noch irgendwie eingegangen (wozu nochmal habe ich auf elf Seiten meine Kindheit und Jugend aufgedröselt? Grrr…!)..

Die finale Aussage des Abends lief schließlich darauf hinaus, dass die Mitarbeiterin des Pflegekinderdienstes „sich in dieser Wohnung gut ein Kind vorstellen kann.“

Sie dürfte den Eignungsbericht in den nächsten Tagen fertig machen und dann geht das ganze zum Jugendamt, wird abgenickt und es kann losgehen.   Hoffentlich. Endlich.

2 Kommentare zu „Staaaaaaauuuuuuub!

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