Guten Morgen ihr Lieben bienen-smilies-0007,

ich war gestern in unserer Kinderwunschklinik und so wollte ich euch ein kurzes Update geben, bevor ich mich gleich Richtung Arbeitsplatz aufmache:

Das Hannibaellchen und ich sind endlich wieder vollständig genesen (nach so einer Influenza weiß man wieder, was für ein wertvolles gut die Gesundheit wirklich ist). Gestern konnte ich also wieder ganz normal mit dem Zug nach Würzburg fahren. Das hat dieses Mal auch erstaunlich gut geklappt, ohne lange Wartezeiten, Verspätungen oder Zugstillstände. In der Klinik angekommen wusste ich aber sofort, dass es wieder ein längerer Termin werden würde. Ich habe den Wartebereich selten so belegt erlebt. Nach ca. einer dreiviertel Stunde durfte ich dann aber endlich zum Arzt* ins Zimmer. Es war wieder der nette und junge Assistenzarzt*, der bereits die letzten drei oder vier Termine mit mir gestaltete. Ohne Umschweife ging es auf den Stuhl und meine Gebärmutter wurde ausgiebig geschallt. Der Arzt* hatte sich für Übrungszwecke dieses mal ein 3D-Ultraschallgerät bereitgestellt und so durfte ich meine Gebärmutter aus einer ganz neuen Perspektive betrachten (welche Person mit Gebärmutter kann das schon von sich behaupten? ^^). Es ist alles vollkommen in Ordnung, nur die Schleimhaut könnte mit ihren derzeit 8mm noch ein klein wenig besser aufgebaut sein. Leider habe ich vergessen zu fragen, ob sie bereits dreischichtig ist. Ich vereinbarte mit dem Arzt*, dass wir noch ein wenig an einer besseren Schleimhaut arbeiten, bevor unsere Embryonen aufgetaut werden. In einem unstimulierten Zyklus ist mein Eisprung frühestens an Zyklustag 17. Da ich gestern erst an Zyklustag 13 war bin ich mir auch sicher, dass meine Schleimhaut noch ein bisschen Zeit benötigt, auch wenn ich durch das Progynova selbstverständlich keinen natürlichen Zyklus habe. Noch nicht einmal den Eisprung muss ich auslösen, da dieser durch die Tabletten (Progynova) wohl eh ausgesetzt wird. Der Hormonwechsel geschieht ausschließlich durch das Einnehmen des Progestan ab einem von den Ärzt*innen festgelegten Zeitpunkt.

Damit wurde ich auch schon aus der Klinik entlassen. Sämtliche weitere Informationen über den Ablauf die nächsten Tage sollten mir telefonisch mitgeteilt werden. Ich stellte mein Handy also laut und startete in meinen Arbeitstag. Dieser war ziemlich stressig und der Anruf der Klinik kam natürlich als ich hinter dem Steuer eines Arbeits-PKWs saß (Alleine, relativ fremdes Auto, nach meinem Unfall – ich bin 1000 Tode gestorben, aber es ging alles gut). Ich ging selbstverständlich nicht ran und rief so schnell wie möglich zurück. Am Telefon erfuhr ich dann, dass ich ab Freitag zum Progynova auch das Progestan dazu nehmen sollte. Ebenfalls am Freitag muss ich im IVF-Labor anrufen, denn da werden unsere Embryonen aus dem Kryo-Schlaf geweckt. Wie viele das sein werden, werde ich dann da erfahren. Der Transfer wird dann am Sonntag, oder Dienstag stattfinden, je nachdem wie viele Embryonen es bis Sonntag schaffen (sind es nur noch zwei, findet der Transfer da statt, sind es noch mehr werden sie zu Blastozysten weiterkultiviert und ich bekomme die Vielversprechensten). Das hat mich etwas gewundert, denn ich wusste garnicht, dass unsere Klinik im Fall der Fälle auch Sonntag transferiert. Zeitlich passt uns das Wochenende natürlich sehr gut, aber da das hieße, dass es nur zwei Embryonen geschafft haben, wäre mir der Dienstag lieber. Leider haben wir am Dienstag Klausurtag an meiner Arbeitsstelle und so könnte ich erst Nachmittags zum Transfer. Ich hoffe, das ist kein Problem…

Naja, nun seid ihr auf jeden Fall auf dem Laufenden. Es wird tatsächlich wieder ernst. Das fühlt sich im Moment sehr unwirklich und weit weg an. Nach so langer Zeit haben wir wieder eine konkrete Chance auf ein Hummelchen… Drückt uns die Daumen!

Liebe Grüße,
Noelana

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