Hallo ihr Lieben bienen-smilies-0007,

bei uns hat sich in den letzten zwei Wochen (endlich) einiges getan. Es geht langsam aufwerts und wir scheinen den schlimmsten Tiefpunkt inzwischen überstanden zu haben.

Zum einen habe ich letzte Woche ENDLICH meine lang ersehnte Masterarbeitsnote bekommen. Es wurde eine 1,3 mit der ich doch sehr zufrieden bin. Meine betreuende Dozentin schickte mir ihr Gutachten zu und so gut wie alle angemerkten Fehler entstanden aufgrund meiner Zeitknappheit am Ende der Bearbeitungsdauer und lassen sich leicht ausbessern. Eine Veröffentlichung der Masterarbeit ist geplant. Dazu muss ich die angemerkten Fehler eben noch einmal ausbessern, bevor die Arbeit an den Verlag/die Lektorin weitergegeben wird. Das möchte ich auf jeden Fall im März in Angriff nehmen. Was auch im März passieren muss, ist meine Bewerbung für ein neu gegründetes Promotionskolleg. Dieses Kolleg ist speziell für Promovierende von Hochschulen konzipiert worden und richtet sich an Absolvent_innen der Sozialwissenschaften. Das Thema des Kollegs heißt „Sozialer Wandel“ und darunter kann man ja wohl so gut wie alles fassen… Für die Teilnahme benötigt man die Zusage der Betreuung durch eine/n Hochschul- und eine/n Uniprofessor_in und mindestens eine dieser Unterschriften benötigt man bereits für die Bewerbung. Ich hatte lange Zeit auf meine Masterarbeitsbetreuende gesetzt, aber deren Interesse scheint wohl nicht mehr so groß. Ich denke, das ist wohl eher eine Sympathiesache geworden. Meine Bachelorarbeit habe ich ebenfalls bei ihr geschrieben, aber zusammen mit einer guten Freundin von mir und ich denke, unsere Dozentin mochte diese insgeheim lieber, weshalb sie damals so zuvorkommend war und nun eben nicht mehr. Das ist aber nur eine Theorie… Naja, da eben jene Dozentin auf meine E-Mailanfrage vor einer Woche nicht reagiert hat, werde ich ihr heute noch eine Zweite zukommen lassen, in der ich höflich darum bitte, mir zumindest mitzuteilen, wenn sie nicht zur Verfügung steht, damit ich anderweitig suchen kann. Ein Monat ist leider überhaupt nicht mehr viel Zeit, um eine passende Person zu finden. Vor alle, weil mein Thema einmal wieder sehr speziell ausfallen wird. Ich möchte mich nämlich, ähnlich wie in meiner Bachelorarbeit, wieder mit dem Thema „Frauen in der extremen Rechten“ befassen. Wie ich das Thema genau eingrenzen möchte, weiß ich noch überhaupt nicht. Da werde ich morgen mit der guten Freundin mit der ich meine Bachelorarbeit (zu einem ähnlichen Thema) geschrieben habe, brainstormen. Ich hoffe, dabei komme ich dem Ergebnis schon näher. Wird auch Zeit, denn ich muss (neben dem Finden einer passenden betreuenden Person) auch noch ein ausführliches Exposè anfertigen, einen Zeit- und einen Kostenplan erstellen, eine erste Literaturliste mit abgeben und ein Motivationsschreiben formulieren… Also noch jede Menge Arbeit, dafür dass man nicht weiß, ob man wirklich genommen wird… Naja, die Grundvoraussetzungen erfülle ich leicht (Masterarbeit mit mind. 2,0: Meine 1,3; Masterabschluss mit mind. 2,5: Meiner 1,64). Außerdem habe ich schon einige Fachvorträge gehalten und ein (vielleich zwei) Bücher herausgegeben. Hoffentlich reicht denen das 😉 . Naja, soviel zu meinem Hochschulzeugs…

Das Hannibaellchen hat letzten Freitag auch ENDLICH ihre Bachelorarbeit abgeben können. Wir haben vorher noch nächtelang durchgearbeitet, aber die Arbeit steht. Die Abgabe funktionierte problemlos. Nun muss sie diese Woche noch eine kleinere Hausarbeit abgegeben, welche aber bereits vollständig geschrieben und nur noch Kontrollegelesen werden muss und dann, ja dann ist auch das Hannibaellchen endlich fertig mit ihrem Studium. Das heißt für uns, dass wir uns nun beide bewerben. Zum Glück haben wir beide vollständig unterschiedliche Traumberufe, weshalb wir uns kaum auf ein und die selbe Stelle bewerben und nicht als Konkurentinnen gegenüberstehen. Sie hatte auch bereits ein Vorstellungsgespräch, der Job war aber nichts für sie. Scheiß Arbeitszeiten und nicht gut bezahlt. Abgesehen davon, dass die Stelle sie vermutlich eh nicht nehmen würde (weil denen einige Aussagen in ihrem Bewerbungsgespräch nicht passten), sind wir auch nicht traurig drum, wenn das nicht klappt. Gestern haben wir beide zwei weitere Bewerbungen abgegeben. Irgendwann muss es schließlich auch bei uns klappen…

Außerdem waren wir gestern ALG II für mich beantragen. Nun, wo endlich meine letzte Note da ist, konnte ich meine Exmatrikulation beantragen und damit kann ich nun endlich zum Jobcenter. Der Besuch war genauso scheiße, wie wir es von dem Saftladen gewöhnt sind. Menschenverachtend und zutiefst illegal -.- Aber hey, wir gerieten zumindest an einen netten Sachbearbeiter, der uns als Berufskolleginnen behandelte und auf Augenhöhe mit uns kommunizierte. Den Antrag müssen wir nun Freitag zusammen mit einem Berg an Unterlagen abgeben. Ist natürlich für uns nicht wirklich eine Herausforderung so ein Ding auszufüllen. Haben wir schließlich für Klient_innen schon viele Male gemacht. Anschließend zur Antragsabgabe am Freitag muss ich zur Berufsberatung. Da ich immernoch als U25 gelte heißt das, dass die U25-Abteilung für mich zuständig sein wird und das heißt mit ziemlicher Sicherheit, dass ich mich gegen ein Bewerbungstrainig wehren muss. Die stecken einfach jede_n in solche Kurse, nur damit die Arbeitslosenstatistik besser aussieht. In meinem Fall wäre das aber bestimmt keine gute Idee, wenn ich als Klientin bei potenziellen Arbeitgeber_innen auftauchen würde. Ich hoffe, das begreifen die… Naja, zumindest ist dann unser finanziellen Bestehen für die nächste Zeit gesichert und ein Job wird wohl auch nicht mehr so lange auf sich warten lassen.

Zum Hummelchen gibt es auch ein bisschen was Neues zu berichten. Ich habe gestern (wieder einmal mit Verspätung) meine Regel bekommen. Ein Anruf in Würzburg und nun haben wir für Morgen einen Termin zur Blutentnahme (Hormonstatus) und zur Eileiterkontrolle. Ich bin sehr gespannt, was da rauskommt, denn je nachdem gehts mit dem Hummelchen weiter. Gestern Abend hatte ich eine Idee, was wir tun könnten, wenn alles in Ordnung sein sollte und wir somit wirklich auf eine IVF zurückgreifen, aber dazu kann ich euch morgen vermutlich mehr erzählen.

Heute Fahren wir zu Hannibaellchens Papa und gehen mit ihm aufs Jobcenter, um die Sterbeurkunde seiner Frau abzugeben und eine Umzugserlaubnis zu beantragen. Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn er endlich bei uns in der Nähe wohnt und wir mehr Unternehmungen mit ihm machen können. Er ist eine absolut interessante Persönlichkeit und jemand, den man wirklich gern um sich hat. Die Beerdigung von Hannibaellchens Mutter zieht sich ziemlich hin. Da wird wohl erst Mitte März etwas draus, aber da wird euch das Hannibaellchen in den nächsten Tagen noch genauer berichten…

An letzter Stelle möchte ich nun noch ein riesiges Danke loswerden.

Danke an all unsere Freunde und Freundinnen, die uns in den letzten zwei Monaten so selbstlos unterstützt haben. Das wir diese Zeit übrstanden haben, liegt nicht an meinen Eltern, sondern ausschließlich an euch. Jede_r von euch hat das getan, was in eurer Macht stand, aber jede_r hat etwas getan. Von Zweien haben wir nicht unerhebliche Summen Geld geliehen bekommen, um unsere Miete und Lebensmittel bezahlen zu können, als selbst das nicht mehr ging, eine Freundin hat uns, damit wir etwas haben, auf das wir uns freuen können, Karten für einen Liveauftritt einer unserer Lieblingsbands geschenkt und als sie erfuhr, dass wir keine Pfanne mehr besitzen, einfach eine niegelnagelneue Pfanne und ein paar Töpfe vorbei gebracht. Wir haben so viel Unterstützung von allein Seiten erfahren, dass wir es immernoch nicht ganz glauben können. Viele unserer Freunde haben nicht besonders viel mehr als wir, aber genau wie wir im Notfall immer gerne für euch da waren, so wart ihr nun für uns da. Es ist so ein schönes Gefüll sollche tollen Freund_innen zu haben und es bestärkt uns in unserer Annahme, dass man (entgegen der Meinung vieler Menschen) auch ein Kind fernab der Familie, mithilfe des Freundeskreises aufziehen kann. Ihr habt mich in den letzten Wochen mehr als einmal durch eine Hilfsbereitschaft zum Weinen gebracht. Danke für alles…

Und mit diesen Worten beende ich diesen Blogeintrag. Morgen wird vermutlich schon der nächste folgen, dann wieder fokusiert auf das Hummelchen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und hoffentlich bis Morgen bienen-smilies-0007

Advertisements