Haaaaaallo bienen-smilies-0007

da melde ich mich zurück von unserer Münchenfahrt und dieses Mal ist alles gut gegangen, wirklich alles! Hier folgt der ausführliche Bericht:

Heute Morgen (an einem Samstag!!!) klingelte um 20 Minuten nach sieben Uhr der Wecker. Nach schnellem Fertigmachen ging es schon um kurz vor Acht Richtung Bahnhof. Unser Schnellzug nach Münnchen sollte um 08:10 Uhr starten. Eigendlich hatten wir vor dort noch ein kleines Frühstück zu besorgen. Das hatte sich allerdings erledigt, als wir um zwei nach Acht noch in der U-Bahn standen. So besorgte das Hannibaellchen noch schnell etwas zu trinken, während ich das nötige Bayernticket kaufen ging. Die Zugfahrt verging dann fast wie im Flug. Ich spielte ein wenig Pokemon OmegaRobin und das Hannibaellchen versuchte zu schlafen. Sie hat seit gestern Nackenprobleme, weshalb sie auch in diesem Moment in der Badewanne liegt. Auch das Umsteigen am Münchner Hauptbahnhof verlief problemlos und schon um 11:25 Uhr kamen wir in der Praxis von Dr. Bleichrodt an. Dort war es extrem still. Keine Empfangskraft war vor Ort und so setzten wir uns erst einmal in das doch ganz gut gefüllte Wartezimmer. Soweit wir wissen finden Samstag in der Praxis nur Inseminationen statt. Deshalb konnten wir uns recht sicher sein, dass auch die anderen Frauen aus diesem Grund vor Ort waren. Umso schockierter waren sowohl meine Frau, als auch ich darüber, dass die Drei anderen alleine vor Ort waren und nicht von Partner oder Partner_in begleitet wurden. Versuche Smaltalk zu betreiben scheiterten. Alle Anwesenden wirkten extrem verkniffen und desinteressiert. Für das Hannibaellchen ist es selbstverständlich mich zu den Inseminationsterminen zu begleiten, schließlich wird hier potenziell unser gemeinsames Kind gezeugt und dazu sollten irgendwie zwei gehören. Natürlich gibt es immer Gründe, weshalb man nicht zu Zweit in die Klinik fahren kann, aber bei drei Frauen an einem Samstag sollte sich doch zumindest ein_e Partner_in finden, die ihre garantiert unter der Oberfläche recht nervösen Frau begleitet… Naja, das wollen wir jetzt einmal nicht als schlechts Ohmen nehmen.

Nach ca. 25 Minuten des Wartens, kamen wir auch schon dran. Dieses Mal begrüßte uns Herr Dr. Lorch, der bei uns auch das Aufklärungsgespräch führte, den wir aber seitdem nicht mehr gesehen hatten. Das Behandlungszimmer war ein Anderes als sonst immer, aber auch das ist ja nicht wichtig. Wichtig ist, dass Herr Lorch ein Follikel gerade im Sprung fand und zwar – haltet euch fest – LINKS. Er zeigte uns das vollkommen runde Ding, das an einer Seite eine Beule hatte und erklärte uns, dass es sich hierbei um den Flüssigkeitsaustritt handelt mit dem auch das Ei nach draußen gespühlt wird. Rechts konnte Herr Lorch jedoch nichts sehen, wobei er auch nicht lange suchte. Das Linke reichte ihm wohl. Er bestätigte mir allerdings, dass ein besonders positiver Ovulationstest auch ein Anzeichen für zwei Eisprünge sein könnte. Da meine Frauenärztin am Mittwoch rechts noch ein großes Follikel gesehen hatte und dieses jetzt nicht mehr zu sehen war, könnte es also tatsächlich zu einem doppelten Eisprung gekommen sein. Mich wundert allerdings, wie meine Frauenärztin das Follikel links übersehen konnte… Zwei Eisprünge steigern die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest eines der beiden Eier befruchtet werden, aber natürlich auch die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge. Nun, ich bin zufrieden. Einen besseren Zeitpunkt als den gerade beginnenden Eisprung kann man wohl schlecht erwischen. Nach Einsetzen der Inseminationskappe und eines Tampons zur Fixierung (Herr Dr. Bleichrodt verzichtete darauf immer) wurden wir auch schon wieder entlassen. Außerdem erhielt ich dieses Mal keine Spritze. Die scheint wohl tatsächlich zur Sicherheit falls der Eisprung doch nicht kommen sollte, gegeben zu werden und da mein Eisprung offensichtlich war, wurde darauf verzichtet. Um 12:15 Uhr waren wir schon wieder auf dem Weg nach Hause. Im Zug fingen das Hannibaellchen und ich noch ein bisschen an an der Zwillingstheorie weiterzuspinnen. Erst einmal beschlossen wir, dass auch Zwillinge ein Recht dazu haben von Anfang an als zwei unterschiedliche Individuen wahrgenommen zu werden, weshalb wir nicht von „den Hummelchen“ sondern von A-Hummelchen und B-Hummelchen reden wollten. Dann dachten wir über unsere derzeitigen Wohnverhältnisse nach. Das geplante Babyzimmer ist sehr klein. Für zwei Babys ist es wohl noch ok, aber für zwei Kleinkinder ist es auf jeden Fall zu klein. Damit müssten wir, sollten es wirklich Zwillinge werden, wohl wirklich bald umziehen, was eigentlich erst in fünf oder sechs Jahren geplant war. Natürlich weiß ich selbst wie doof all diese Gedanken sind. Jetzt soll es erst einmal eins werden und wenn dann noch ein Zweites da ist, nehmen wir das auch gerne bienen-smilies-0007

Naja… jetzt heißt es also wieder warten. Die nächsten eineinhalb Wochen werden bestimmt schrecklich… An ES+9 hatte ich gegen Abend immer die ersten PMS-Anzeichen. Mal sehen, wie das dieses Mal laufen wird…

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