Ai, vergeht die Zeit im Moment schnell!  Da komm ich garnicht richtig dazu, euch auf dem Laufenden zu halten… Naja, eigendlich gibt es auch garnicht so viel zu erzählen. Das Hannibaellchen und ich haben unseren Alltag wohl wieder gefunden. Hier läuft nicht mehr so viel auf Ausnahmezustand!Das heißt nicht, dass wir weniger oft an Hummelchen denken. Es ist nach wie vor sehr präsent in unserem Leben, aber die Fronten haben sich beruhigt. Wir haben so viel zu tun, dass wir garnicht dazu kommen, ständig zu grübeln! Es ist wohl das passiert, was ich auf allen anderen Blogs zum Thema schon gelesen habe. Der zweite Versuch ist schon fast Routine. Man weiß schon wies läuft, man weiß, wann es etwas zu tun gibt, und wann nicht. Da ist schon immernoch Euphorie im Spiel und wenn die Termine erst einmal näher rücken kommt bestimmt auch die Nervosität zurück. Aber das ganze hibbelige Drumherum bleibt einem (bis jetzt zumindest) erspart.

Heute habe ich meinen Zyklustag 8. Das ist schon recht weit bienen-smilies-0007. Am 06.10.2016 sollen wir laut Herr Dr. Bleichrodt zur Follikelmessung gehen. Die scheinen sich nun endlich an meinen längeren Zyklus angepasst zu haben und sich an diesem zu orientieren. Mein Eisprung war bis jetzt immer so um den Zyklustag 17 herum. Das ist also noch neun Tage hin. Der 06.10.2016 ist somit mein Zyklustag 13. Bis dahin sollte man ein kleines Follikelchen sehen, wenn es sich gerade entwickelt. Einen Termin bei meiner Frauenärztin konnte ich allerdings noch nicht vereinbaren. Ich hatte die Ärztin ja gewechselt und natürlich ist meine Neue nun ebenfalls im Urlaub. Allerdings nur bis Anfang nächster Woche. Ich werde also an ihrem ersten Arbeitstag anrufen und sofort einen Termin für die Messung ausmachen in der Hoffnung, dass ich so schnell auch genommen werde… Sonst muss ich wieder in der ganzen Stadt herumtelefonieren, wer bereit wäre mit mir Geld zu verdienen. Irgendwann am Anfang der übernächsten Woche geht es dann wieder nach München für Versuch Nummer Zwei.

Es ist schon komisch. Einerseits ist es gut, dass meine Gedanken nicht mehr permanent am Hummelchen hängen, dass ich in Ruhe an meiner Masterarbeit schreiben kann, dass ich mich wieder mit anderen Dingen beschäftige und das Hannibaellchen und ich nicht ständig von Thema Nummer Eins sprechen. Andererseits fühlt es sich inzwischen so weit weg an. Wir haben erst einen Versuch hinter uns und schon wirkt es so, als wären wir in einer Dauerschleife aus warten, probieren, hoffen, Gewissheit haben und wieder warten gefangen. Es ist so, als könnte es niemals klappen und wir würden Zyklus für Zyklus diese Schritte durchmachen. Diese Gedanken sind natürlich vollkommen lächerlich. Schließlich sollte es höchstens bei Versuch drei oder vier geklappt haben, wie auch unser Arzt uns versicherte. Jeder Monat ein Versuch heißt somit, dass ich spätestens im Dezember schwanger sein sollte… und trotzdem fühlt es sich so an, als wäre es nie so weit.

Ich messe seit diesem Zyklus wieder meine Basaltemperatur und beobachte meinen Zervixschleim. Das heißt, dass ich mir jeden Morgen noch vor dem Aufstehen und bevor ich richtig wach bin ein Thermometer in die Vagina stecke, meine Grundtemperatur auf zwei Kommastellen genau messe und das in eine Liste eintrage. Außerdem teste ich jeden Morgen, wie sich mein Zervixschleim anfühlt und bewerte ihn anhand einer Skala von garnichts, über trocken, juckend, ölig und feucht bis hin zu fruchtbar und stark fruchtbar. Aus all diesen Daten ergibt sich nach und nach eine Kurve, aus welcher beispielsweise der Eisprung abgelesen werden kann. Normalerweise ist der weibliche Körper während der Periode und bis zum Eisprung etwas kühler als nach dem Eisprung. Der Eisprung selbst macht sich durch einen Temperaturanstieg von 0,2 Grad von einem Tag auf den Nächsten bemerkbar. Außerdem muss die Zervixschleimqualität kurz vor dem Eisprung stark ansteigen und danach wieder schlechter werden. Nach dem Eisprung hat man dann eine so genannte Temperaturhochlage, welche erst vor der nächsten Menstruation wieder abfällt. Bei einer Schwangerschaft bleibt die Temperatur jedoch konstant hoch. Die Zyklusbeobachtung ist somit ein kostengünstiges Mittel, um einen genauen Einblick in die eigenen Körpervorgänge zu erhalten. Der Temperaturanstieg ist ein noch sichereres Zeichen für einen Eisprung, als die LH-Tests (mit dem Nachteil, dass der Temperaturanstieg erst NACH dem Eisprung erfolgt und die LH-Tests VORHER anzeigen, dass er kommt). Das Temperaturmessen und Schleim beobachten ist mir lieber, als das ständige Stäbchengepinkel. Das werde ich wohl einschränken auf ein Minimum – also LH-Tests wirklich nur kurz vor dem Eisprung zur genauen Bestimmung und Schwangerschaftstests nur, wenn die Temperatur in Hochlage bleibt. Für alle Interessierten gibt es hier meine aktuelle Kurve. Man sieht, dass ich wohl eine sehr hohe „Vor-dem-Eisprung-Temperatur“ von durchschnittlich etwa 36,7 Grad habe. Das ist ungewöhntlich. Die meisten Frauen haben ca. 0,2 Grad weniger, was sehr sehr viel ist. Ich bin gespannt, wie hoch meine Temperatur am Eisprung steigt und auf welchem Level sie anschließend verbleibt…

Soooo, und mehr gibt es nicht mehr zu erzählen. Naja, wurde doch wieder einmal ein schönes Blogeinträgchen. Ich berichte euch, wies weitergeht bienen-smilies-0007

Advertisements