Hallo ihr Lieben bienen-smilies-0007

heute ist der fünfte Tag nach der Insemination bzw. nach dem Eisprung – kurz ES +5. Das heißt, dass das Hannibaellchen und ich inzwischen fünf Tage auf irgendein Zeichen für oder gegen eine Schwangerschaft warten… Wenn man das so ließt „der fünfte Tag danach“, dann sieht das für euch alle so aus, als wäre garnicht viel Zeit vergangen. Würde irgendjemand im Nachhinein meinen Blog vom ersten bis zum letzten Beitrag lesen, würde für diese Person keine Minute zwischen dem Eintrag zur Insemination und diesem Eintrag liegen.

Aber VERDAMMT NOCH MAL hier ist echt viel Zeit vergangen. Das warten zieht sich schrecklich in die Länge. Jeden Tag denken das Hannibaellchen und ich zich mal an das Hummelchen. Ertappt man sich anschließend bei diesen Gedanken, schiebt man sie schnell bei Seite – zu unrealistisch, zu utopisch ist die Vorstellung, dass es wirklich geklappt haben könnte… Wie hoch die Wahrscheinlichkeit wirklich ist, kann ich nicht sagen. Das kleine Hummelchen muss viele Stationen überwinden, bis es wirklich relativ sicher bei mir im Bauch ankommt. Erst einmal wäre da überhaupt die Befruchtung: Hat es ein Spermium geschafft das Ei zu erreichen und die Membran zu durchdringen? Kam es anschließend zur Verschmelzung des Erbguts? Schon hier scheitern viele viele Schwangerschaftsversuche vollkommen unbemerkt. Anschließend muss das kleine Zellchen den Eileiter bis zur Gebärmutter hinunterwandern. Dieser Weg dauert etwa fünf Tage in welchem sich die Eizelle immer wieder teilt (erst zwei, dann vier, dann acht, dann sechzehn und mehr) und auch hier ist es möglich, dass bereits befruchtete Eizellen aussortiert werden, weil sie schadhaft sind. In der Gebärmutter angekommen beginnt dann der nächste heikle Prozess – die Einnistung. Während dieser sucht sich das inzwischen 70 – 100 Zellen große Hummelchen einen passenden Platz und dringt dort tief ein. Allerdings geschieht dies nur bei vollkommen gesunden Zellen, alle anderen werden, wie wäre es auch anders zu erwarten, mit der nächsten Periode aussortiert, ohne dass man vonder Schwangerschaft jemals erfährt. Während ich nicht weiß, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung ist, kann man die Wahrscheinlichkeit, dass eine Einnistung funktioniert etwa auf 60% betiteln. Erst nach einer erfolgreichen Einnistung wird das Schwangerschaftshormon HCG produziert, das auch im Urin nachweisbar ist und Schwangerschaftstests positiv werden lässt. Bis zu diesem Zeitpunkt wären Tests auch dann negativ, wenn eine Schwangerschaft vorliegt. Tatsächlich geben manche Frauen an die Einnistung zu bemerken. Hier werden leichte bis sehr starke Unterleibsschmerzen geschildert und ab und zu kommt es zu einer so genannten Einnistungsblutung. Das sind meist nur ein paar Tropfen hellroten Blutes, die entstehen, wenn die Eizelle in die Gebärmutter eindringt und sie dabei verletzt. Sowohl die Schmerzen als auch die Blutung treten aber bei Weitem nicht bei jeder Frau auf. Viele bemerken einfach garnichts… Insgesamt wird in meinem Alter wohl von einer Schwangerschaftswahrscheinlichkeit von 25% pro Zyklus ausgegangen. Wenn man nun die bessere Spermienqualität als gewöhnlich, den perfekten Inseminationszeitraum und die Hilfsspritze miteinbezieht, könnte die Wahrscheinlichkeit bei mir ein bisschen höher liegen. Wo genau – keine Ahnung…

So und nun sitze ich also hier mit all diesen Infos und warte… warte… warte. Es macht einen wirklich verrückt. Es ist nicht so, dass ich mit einem negativen Test nicht umgehen könnte, aber nicht zu wissen, ob da etwas ist, belastet mich. Ich kann ganz rational davon ausgehen, dass es nicht sofort beim ersten Mal geklappt hat. Das wäre wirklich ein großes Glück. Und so wage ich es garnicht daran zu denken, ob es doch so gekommen sein könnte. Jede kleine Hoffnung versuche ich sofort wieder zu unterdrücken und gleichzeitig suche ich in meinem Körper nach Anzeichen für eine positive Entwicklung. Ich weiß natürlich rein objektiv, dass all die bemerkten Unterschiede auch in jedem anderen Zyklus da sein könnten und ich sie nur jetzt bemerke, weil ich eben mehr darauf achte. Seit gestern habe ich zum Beispiel vermehrten Ausfluss. Könnte ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein, könnte aber auch einfach normal für die zweite Zyklushälfte sein. Auch merke ich immer wieder ein Ziehen und leichte Schmerzen im Unterleib, was ebenfalls so oder so interpretiert werden kann…

Vor einigen Tagen habe ich mich noch einmal darüber informiert, was genau mir nach der Insemination gespritzt wurde. Es handelt sich dabei wohl um reines HCG, also das Hormon, welches auch während einer Schwangerschaft produziert wird. Dieses löst zum einen den Eisprung aus (was ja bei mir nicht nötig gewesen wäre, weil er sowieso gekommen wäre) und unterstützt zum anderen die Gelbkörperphase. Das ist ja schön und gut, blöd daran ist nur, dass seitdem sowohl Schwangerschaftstests, als auch Ovulationstests positiv anzeigen. Sie weisen einfach das HCG der Spritze nach. Aus diesem Grund mache ich gerade täglich beide Testarten, um einschätzen zu können, wann die Spritze nachlässt zu wirken, denn erst dann, heißt ein positiver Test wirklich „schwanger“. Schon seltsam, täglich positive Schwangerschaftstests in der Hand zu halten, ohne dass es irgendetwas bedeutet…

Dem Hannibaellchen geht es übrigens nicht viel besser als mir. Auch sie macht sich Gedanken, schwebt zwischen Hoffnung und Angst vor der Hoffnung… Da hilft nur warten, warten, warten… Vielleicht bringen die nächsten Tage mehr Informationen. Nun, da die Einnistung beginnen sollte, können wirklich die ersten Anzeichen bemerkt werden… mal sehen, ob ich etwas merken werde und wie viel davon ich mir nur einbilde…

In diesm Sinne bienen-smilies-0007euch einen schönen Tag und drückt uns die Daumen!

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